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Solaranlagen, die unendliche Kraft der Sonne - Teil 2

Heizung oder Strom?

Im Vorfeld muss zunächst die grundsätzliche Entscheidung getroffen werden, wofür man die Kraft der Sonne nutzen möchte: Für Heizung und Warmwasser oder zur Erzeugung von Strom. Hüttmann rät in seinen Beratungsgesprächen meist zunächst zu solarthermischen Anlagen, die die Lichtstrahlen in Wärme für Wasser und Heizung umwandeln. Sie rechneten sich mittlerweile in den meisten Fällen.

Das übrige Dach stünde dann Photovoltai-kanlagen zur Stromerzeugung zur Verfügung. Diese sollten ebenso sorgfältig geplant werden, da sie ansonsten „schnell unterhalb der Wirtschaftlichkeitsgrenze" liegen. Am besten plane man eine Solaranlage im Zuge einer Heizungs- oder Haussanierung. „Dann können einzelne Heizungskomponenten eingespart und alles optimal aufeinander abgestimmt wie auch die erforderliche Dämmung nachgerüstet werden", betont der Solarenergie-Experte. So muss der Kollektor zum Speicher passen: Ein hochwertiger Kollektor alleine bringt wenig, wenn die Wärme nur mäßig bevorratet werden kann. Meist kommen Flachkollektoren zum Einsatz. Sie sind die günstigste Lösung, haben aber gegenüber Vakuumröhrenkollektoren einen vergleichsweise höheren Wärmeverlust. Diese sind speziell für ungünstigere Dachflächen interessant.

Gütezeichen

Eine Reihe von Anlagen trägt das RAL-Gütezeichen „Solar". „Wer eine solche Anlage auswählt, kann davon ausgehen, dass sie qualitativ hochwertig ist", sagt Hüttmann. Die RAL-zertifizierten Betriebe müssen sich an strenge Qualitätskriterien halten. Online-Hilfe bei der Planung einer Solaranlage bekommt man auf den Internetseiten des Bundesverbandes Solarwirtschaft (solartechnikbe-rater.de). Dort gibt es auch Informationen, welche Fördergelder für Solaranlagen abgerufen werden können (solarfoerde-rung.de). Rat und Hilfe bekommt man ebenfalls bei der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie.