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Sparquellen beim Heizen

Öl- und Gaspreise an den Rohstoffmärkten sind auf Rekordhöhen geklettert, und Fachleute sehen kein Ende. Diese Entwicklung lässt Bauherren und Modernisierer über Alternativen zu Öl und Gas nachdenken. Eine Wärmepumpe bietet die Chance, Erdwärme, Wasser oder Luft als Wärmequelle zu nutzen. Auch ein Holzpelletkessel kann eine Alternative zu Öl und Gas sein.

Bevor jedoch voreilig in eine neue Heizungsanlage investiert wird, sollten Vor- und Nachteile der jeweiligen Technik gegeneinander abgewogen werden, sagt Oliver Weck-brodt von der EnergieAgentur NRW in Wuppertal. Eine gute Wahl sei eine Holzpelletheizung. Pellets gelten im Gegensatz zu Öl oder Gas als weitgehend CO2-neutral. Bei Zentralheizungen werden die kleinen Presslinge per Tankwagen angeliefert und in einem Außentank oder einem Raum im Keller gelagert. Eine Förderschnecke oder eine Sauganlage transportiert sie zum Kessel, so dass der Pelletkessel automatisch wie eine Öl- oder Gasheizung arbeitet. Eine weitere Alternative ist die Wärmepumpe, erläutert Weckbrodt. Heizungswärme wird dabei nicht durch Verbrennung, sondern durch Entzug der in der Luft, im Wasser oder im Erdreich gespeicherten Sonnenwärme gewonnen. In der Wärmepumpe übernimmt -grob vereinfacht - ein Kältemittel den Transport der dem Boden, der Luft oder dem Wasser entzogenen Wärme. Diese Wärme wird durch einen meist mit Strom betriebenen Verdichter auf die benötigte Heiztemperatur angehoben und anschließend an die Heizung abgegeben.

Wärmepumpen sind aber nicht unumstritten, weil sie mit hochwertigem Strom betrieben werden. Vor allem in Neubauten sowie in gut gedämmten, sanierten Gebäuden mit Fußboden- oder Wandheizung eignen sich die Pumpen, sagt Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (DEN A). Dagegen arbeiteten Wärmepumpen in ungedämm-ten Häusern deutlich unwirtschaftlicher.

Ein Wermutstropfen bei Pelletheizungen und Wärmepumpe sind die hohen Anfangsinvestitionen. Bei einer Pelletheizung liegen sie laut Stolte bei 12000 bis 14000 Euro. Für eine Erdwärmepumpe müsse mit 16000 bis 20000 Euro gerechnet werden. Das Heizen mit den alternativen Heizsystemen sei aber preisgünstiger. Mit rund 900 Euro Heizkosten jährlich müsse ein Betreiber eines Pelletkessels rechnen. Für Wärmepumpen lägen die Stromkosten bei etwa 570 Euro. Auch in der Anschaffung preisgünstigere klassische 01-und Gasheizungen mit Brennwerttechnik oder leistungsstarke Forex Signals sind nach wie vor ein zeitgemäßes Heizsystem, meint Oliver Weckbrodt. Denn die effiziente Brennwerttechnik trage wesentlich zur Reduzierung des Energiebedarfs und zur Senkung der CO2-Emissio-nen bei.

Biobrennstoffe sind gefragt

Öl-Brennwerttechnik auch in Kombination mit Solarthermie ist eine von mehreren Lösungen, auf die Modernisierer und Bauherren ebenfalls setzen können. Wer seine Heizung modernisiert und auf Öl-Brennwerttechnik setzt, muss im Schnitt 8000 Euro ausgeben. Ein jährlicher Verbrauch von 4000 Litern Heizöl könne mit moderner Brennwerttechnik um rund 1000 Liter reduziert werden. Beim derzeitigen Heizölpreis von etwa 70 Cent je Liter entspräche das einer Brennstoffkostenersparnis in Höhe von 700 Euro. Die Öl- und Gaswirtschaft setzt als Alternative für die Zukunft auf Bio-Brennstoffe. Gasbrennwerttechnik kann laut Initiativkreis Erdgas & Umwelt schon heute mit Biogas betrieben werden, da es die Verbrennungsqualität von Erdgas habe. Auch in der Ölheizung könne in naher Zukunft Bioheizöl eingesetzt werden.