|
Frank K., sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, eröffnete gestern im Plenarsaal des Plauener Rathauses den 5. Sächsischen Geothermietag. An der heute zu Ende gehenden Tagung, nahmen rund 150 Fachleute aus zwölf Bundesländern teil. Ausrichter ist das Geokompetenzzentrum Freiberg in Zusammenarbeit mit der IHK Südwestsachsen und der Stadt Plauen.
Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Geo-Techniker, Bildungseinrichtungen, Standortentwickler, Bohrfachbetriebe, Hersteller von Erdwärmeanlagen sowie Fachbehörden und Immobilieneigentümer. Darüber hinaus bietet der Geothermietag umfassende Informationen für alle Gewerbetreibenden, die Alternativen auf dem Wärmemarkt suchen. Ejne große Rolle spielen Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik. In einer Ausstellung im Foyer können die Besucher des Geothermietages mit kompetenten Ansprechpartnern aus der Industrie ins Gespräch kommen.
Sachsens Umweltminister Frank K. hat sich für eine stärkere Nutzung von Erdwärme ausgesprochen. Der Freistaat habe ein enormes Potenzial für eine breite Nutzung dieser Technologie. „Energie aus der Tiefe schont Geldbeutel und Umwelt." Der Staatsminister ist überzeugt.
Erdwärmeanlagen im Aufwind
Massive Preissteigerungen der fossilen Energieträger Öl und Gas haben das Bewusstsein für den effizienten Einsatz von Energie in den vergangenen Jahren geschärft. Die Nutzung der Geothermie mittels effektiver, gut geplanter Erdwärmeanlagen wird für Bauherren immer interessanter. Gründe sind eine positive Ökobilanz und die Förderfähigkeit der Anlagen. Für K. ist die Nutzung der Geothermie ein gutes Beispiel, wie Ökonomie und Ökologie gleichermaßen profitieren. Mehr als 1400 neu installierte Erdwärmeanlagen im Freistaat Sachsen im Jahr 2007 belegen ein konstantes Wachstum der Branche. Allerdings machen diese Anlagen nur ein Prozent der sächsischen Heizungsanlagen aus.
Sachsens Umweltminister appellierte an die Teilnehmer, mehr Vertrauen in die Nutzung dieser innovativen, regenerativen Energie zu schaffen. Dazu seien einfache und verständliche Erläuterungen der Erdwärmetechnologie ebenso nötig wie seriöse Vergleiche zwischen verschiedenen Heizungsanlagen. Signale kommen inzwischen auch von der Politik. Sachsen unterstützt Modell-und Demonstrationsanlagen zur Erdwärmenutzung mit Fördermitteln. Außerdem bietet die Sächsische Energieagenrur SAENA GmbH eine umfangreiche Beratung in Sachen Erdwärmenutzung. Die Fachtagung in Plauen beschäftigt sich insbesondere auch mit Chancen auf dem Exportmarkt. Dabei werden Chancen von Produzenten und Dienstleitern ausgelotet.
Potenziale auch im Vogtland
In einer zunehmend hitzigen Klimadebatte stehen auch Wärmepumpen auf dem Prüfstand. In einem Systemvergleich werden Erdwärmesonden ökonomisch und Ökologisch bewertet. Ein Grundlagenseminar zur angewandten Geothermie bietet ein Podium zur Auseinadersetzung. |