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Energiepass deckt Sparpotenziale auf

Rund 30 % der CO2- Emissionen in Deutschland resultieren aus dem Energieverbrauch gebäudetechnischer Anlagen hauptsächlich für Heizung und Warmwasserbereitung. In diesem Bereich liegt ein sehr großes Einsparpotenzial, erklärt Jürgen Markus vom sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie. Durch entsprechende Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle sowie an der Anlagentechnik zur Wärmeerzeugung kann der Energieverbrauch erheblich Gesenkt und damit ein großer Teil der CO2 Emissionen vermieden werden. Eine Grundvoraussetzung für die Erschließung dieses Einsparpotenzials ist das Wissen der Eigentümer bzw. Nutzer der Gebäude über deren energetischen Zustand.

Für alle Neubauten wird entsprechend der seit 01.02.2002 gültigen Energiesparverordnung ein Energiebedarfsausweis erstellt. Zur Analysierung und Bewertung des Energiebedarfs für bestehende Gebäude gibt es in Sachsen den Energiepass. Jürgen Markus: Er deckt Energiesparpotenziale auf und gibt entsprechende Empfehlungen für Sanierungs- bzw. Optimierungsmaßnahmen am Gebäude und den gebäudetechnischen Anlagen.

Energie aus der Tiefe schont Umwelt

Frank K., sächsi­scher Staatsminister für Um­welt und Landwirtschaft, eröff­nete gestern im Plenarsaal des Plauener Rathauses den 5. Sächsischen Geothermietag. An der heute zu Ende gehenden Tagung, nahmen rund 150 Fachleute aus zwölf Bundeslän­dern teil. Ausrichter ist das Geokompetenzzentrum Frei­berg in Zusammenarbeit mit der IHK Südwestsachsen und der Stadt Plauen.

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Geo-Techniker, Bildungseinrichtun­gen, Standortentwickler, Bohr­fachbetriebe, Hersteller von Erdwärmeanlagen sowie Fach­behörden und Immobilienei­gentümer. Darüber hinaus bie­tet der Geothermietag umfas­sende Informationen für alle Gewerbetreibenden, die Alter­nativen auf dem Wärmemarkt suchen. Ejne große Rolle spie­len Heizungs-, Sanitär- und Kli­matechnik. In einer Ausstel­lung im Foyer können die Be­sucher des Geothermietages mit kompetenten Ansprech­partnern aus der Industrie ins Gespräch kommen.

Sachsens Umweltminister Frank K. hat sich für eine stärkere Nutzung von Erdwär­me ausgesprochen. Der Frei­staat habe ein enormes Poten­zial für eine breite Nutzung die­ser Technologie. „Energie aus der Tiefe schont Geldbeutel und Umwelt." Der Staatsminis­ter ist überzeugt.

Erdwärmeanlagen im Aufwind

Massive Preissteigerungen der fossilen Energieträger Öl und Gas haben das Bewusstsein für den effizienten Einsatz von Energie in den vergangenen Jahren geschärft. Die Nutzung der Geothermie mittels effekti­ver, gut geplanter Erdwärmean­lagen wird für Bauherren im­mer interessanter. Gründe sind eine positive Ökobilanz und die Förderfähigkeit der Anla­gen. Für K. ist die Nutzung der Geothermie ein gutes Bei­spiel, wie Ökonomie und Öko­logie gleichermaßen profitie­ren. Mehr als 1400 neu instal­lierte Erdwärmeanlagen im Freistaat Sachsen im Jahr 2007 belegen ein konstantes Wachs­tum der Branche. Allerdings machen diese Anlagen nur ein Prozent der sächsischen Hei­zungsanlagen aus.

Sachsens Umweltminister ap­pellierte an die Teilnehmer, mehr Vertrauen in die Nutzung dieser innovativen, regenerativen Energie zu schaffen. Dazu seien einfache und verständli­che Erläuterungen der Erdwär­metechnologie ebenso nötig wie seriöse Vergleiche zwischen verschiedenen Heizungsanla­gen. Signale kommen inzwi­schen auch von der Politik. Sachsen unterstützt Modell-und Demonstrationsanlagen zur Erdwärmenutzung mit För­dermitteln. Außerdem bietet die Sächsische Energieagenrur SAENA GmbH eine umfangrei­che Beratung in Sachen Erd­wärmenutzung. Die Fachtagung in Plauen beschäftigt sich insbesondere auch mit Chancen auf dem Ex­portmarkt. Dabei werden Chancen von Produzenten und Dienstleitern ausgelotet.

Potenziale auch im Vogtland

In einer zunehmend hitzigen Klimadebatte stehen auch Wär­mepumpen auf dem Prüfstand. In einem Systemvergleich wer­den Erdwärmesonden ökono­misch und Ökologisch bewer­tet. Ein Grundlagenseminar zur angewandten Geothermie bie­tet ein Podium zur Auseinadersetzung.