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Checkliste zum Erwerb einer Kleinkläranlage

Wenn Sie eine Kleinkläranlage bauen, modernisieren oder nachrüsten möchten, stoßen Sie auf eine Vielzahl verschiedenster Angebote. Mit dieser Checkliste möchten wir Ihnen die wichtigsten Punkte nahe bringen, die Sie bei der Auswahl, der für Sie optimalen Klärlösung, unbedingt beachten sollten. Wir empfehlen Ihnen, die einzelnen Angebote genau zu hinterfragen. Nur so finden Sie eine Kleinkläranlage, die nach dem Einbau ganz­jährig zuverlässig hohe Reinigungsleistungen erbringt und Sie nicht mit unvorhersehbaren Folgekosten über­rascht. Den bei genauer Betrachtung entpuppen sich vermeintliche Schnäppchen langfristig schnell als Kos­tenfalle!

Wie wird Ihnen die Kläranlage angeboten?

Im Vorfeld der eigentlichen Angebotserstellung sollte ein gemeinsamer Vor-Ort-Termin realisiert werden. Dar­aufhin erhalten Sie das Angebot für eine auf Ihre Bedürfnisse ausgelegte Klärlösung, welches auch eine Zeich­nung Ihrer Anlage umfasst. Bestehen Sie bei Ihrem Angebot unbedingt auf Vollständigkeit, damit versteckte Kosten nicht im Nachhinein zum überhöhten Preis fuhren.

Ist das Produkt vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassen?

Die Zulassungsnummer bestätigt, dass die Kläranlage die vorgegebenen Reinigungswerte in verschiedensten Reinigungsklassen erbringt. Bitte beachten Sie die Gültigkeit der Zulassungsnummer.

Wie viele Verschleißteile sind enthalten, wie anfällig sind diese und was kostet ihr Austausch?

Je mehr Teile, desto störanfälliger, wartungsintensiver und kostenaufwändiger ist die Anlage. Bestehen Sie auf genaue Zahlen.

Wie hoch ist der Stromverbrauch der Kleinkläranlage?

Ein hoher Stromverbrauch kann günstige Anschaffungskosten schnell zunichte machen. Achten Sie beim Ver­gleich des Verbrauchs auf einheitliche Angaben der Leistungswerte, z. B. den Verbrauch im Normalbetrieb.

Wie häufig und welche Menge Klärschlamm muss entsorgt werden?

Der durch den Reinigungsprozess anfallende Klärschlamm muss regelmäßig entsorgt werden. Die Kosten richten sich nach Menge und Häufigkeit der Entsorgung.

Wie zuverlässig arbeitet die Anlage bei Über- und Unterlast?

Bei Überlastbetrieb muss eine Kläranlage kurzfristig mit stark erhöhten Abwassermengen zurechtkommen, z. B. bei Familienfeiern. Unterlastsituationen entstehen, wenn die Anlage längere Zeit ungenutzt ist, etwa wäh­rend des Urlaubs. Beide Male kann es zum Ausfall der Anlage kommen, wenn sie nicht ausreichend darauf vor­bereitet ist. Der Ausfall ist mit Mehrkosten verbunden.

Verfügt das Wartungsunternehmen über die entsprechende Fachkenntnis und die Zertifikate, welche diese Expertise bestätigen?

Ihre Kleinkläranlage muss wie Ihre Heizung gewartet werden. Die Wartung Ihrer Kleinkläranlage müssen ein Fachbetrieb oder der Hersteller übernehmen. Bevor Sie den Wartungsvertrag abschließen, sollten Sie sich von dem Wartungsunternehmen der Nachweis der Fachkunde der verantwortlichen Mitarbeiter aushändigen lassen. Idealerweise in Form der Urkunden-Kopie, welche die Teilnahme an entsprechenden Qualifizierungsmaßnah­men bestätigt.

Enthält der Wartungsvertrag versteckte Kosten?

Klären Sie die Kosten und prüfen Sie dabei, ob etwa die Anfahrt oder Probenahmen extra berechnet werden. Am besten Sie bestehen auf Alles-inklusiv-Verträge um langfristige Kostensicherheit zu haben.